Presse · Swiss Alps Classics

Maxim Brilinsky im Interview: „Die Geige ist ein vollkommenes Universum“

Am 12. Juni 2022 (19.30 Uhr) feiert der Ausnahme-Geiger MAXIM BRILINSKY sein Debüt beim Swiss Alps Classics. Gemeinsam mit dem Swiss Alps Chamber Ensemble konzertiert der gebürtige Ukrainer, der inzwischen österreichischer Staatsbürger ist, im Bürgenstock Resort Lake Lucerne. Ein neues Gesicht und eine neue Konzert-Location – die Festival-Macher Peter-Michael und Sandra Reichel und der Künstlerische Leiter Clemens Hellsberg setzen in diesem Jahr wieder neue, spannende Akzente. Das Motto der sechsten Festival-Auflage vom 9. bis 12. Juni lautet „Festival der Geige“. Im Interview spricht Brilinsky, der 2002 im Alter von 17 Jahren beim renommierten internationalen Wettbewerb Premio Paganini in Genua den zweiten Preis gewann, über die Faszinationkraft seines Instruments, über die mystische, musikgeschichtlich interessante Kulisse des Vierwaldstättersees – und darüber, wie es ist, seit 2011 Mitglied der legendären Wiener Philharmoniker zu sein.

Beim Abschlusskonzert des diesjährigen Swiss Alps Classics wird Brilinsky zusammen mit ROBERT BAUERSTATTER (Wiener Philharmoniker), LUCAS STRATMANN (Orchester der Wiener Staatsoper) und BENEDIKT HELLSBERG (Orchester der Wiener Volksoper) auftreten. Die Tickets sind sowohl über die Festival-Website als auch direkt über das Bürgenstock Resort buchbar.

Sie wirken erstmals beim Swiss Alps Classics mit. Welcher Ruf eilt dem Festival voraus?

Maxim Brilinsky: „Es ist immer etwas Besonderes, wenn schöne Traditionen fortgeführt werden. Dazu gehört auch das Swiss Alps Classics, bei dem Kunst in Verbindung mit wunderbarer Landschaft besondere Erlebnisse sowohl für den Zuhörer als auch für die ausführenden Musikerinnen und Musiker bereitet. Auf dieses Erlebnis freue ich mich ganz besonders.“

Der Vierwaldstättersee ist ein mystischer Ort, der auch musikgeschichtlich sehr interessant ist. Im Lakeview Ballroom des Bürgenstock Resorts werden Sie 500 Meter oberhalb des Sees auftreten. Was verbinden Sie mit dem Vierwaldstättersee und dieser malerischen Konzertkulisse?

Brilinsky: „Jedes Jahr, wenn ich mit den Wiener Philharmonikern in Luzern bin, freue ich mich besonders auf den wunderschönen Ausblick zum Vierwaldstättersee. Auch der Besuch der Wagner-Villa in Tribschen darf nicht fehlen! Aber diesmal wird es für mich ein besonderes Erlebnis, mit der Kammermusik diesen Ort der Inspiration von einer ganz anderen Perspektive zu erleben.“

Sie sind Wiener Philharmoniker, genauso wie Robert Bauerstatter (Viola), der in diesem Jahr zum fünften Mal zum Swiss Alps Chamber Ensemble gehört. Bitte erklären Sie für Außenstehende, wie es sich anfühlt, Mitglied dieses weltbekannten, legendären Orchesters zu sein …

Brilinsky: „Hier muss ich wieder zu meiner ersten Antwort zurückkehren. Traditionen fortführen zu dürfen ist ein Privileg und gleichzeitig eine Herausforderung. Da ich inzwischen zu denjenigen Mitgliedern des Orchesters gehöre, die bereits im mittleren Alter sind, geht es nicht nur darum, die Tradition zu übernehmen, sondern auch um die Verantwortung, diese an die jüngere Generation weiterzugeben. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Wiener Tradition nicht mit Worten beschrieben werden kann. Umso magischer ist es, die Musik sprechen zu lassen und in den Klang dieses Orchester einzutauchen.“

Was ist die Besonderheit Ihres Programms, das Sie am 12. Juni präsentieren werden?

Brilinsky: „Ich habe eine besondere Freude, dass ich diesmal solistisch, als Duo mit jedem meiner Kollegen und mit ihnen allen als Streichquartett auftreten darf. Unser Programm umfasst bedeutende Werke der Wiener Klassik, wie das ‚Kaiserquartett‘ von Joseph Haydn, bis hin zu Werken des großen belgischen Violinvirtuosen Eugène Ysaÿe und des ukrainischen Komponisten Borys Ljatoschynsky aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wir werden auch ein Stück eines anderen bedeutenden Violinvirtuosen, Henryk Wieniawski, spielen: seine ‚Legende‘, die er seiner Frau widmete. Dieses märchenhafte, aber gleichzeitig sehr gefühlvolle Stück habe ich für zwei Violinen arrangiert, um es mit meiner Tochter musizieren zu können, und habe meiner Frau dieses Arrangement gewidmet.“

Das Swiss Alps Classics 2022 steht unter dem Motto „Festival der Geige“. Welche Bedeutung hat für Sie dieses Instrument?

Brilinksky: „Die Geige (auch stellvertretend für alle Streichinstrumente!) ist ein vollkommenes Universum, in dem Naturgesetze herrschen, die untereinander ein Gleichgewicht bilden. Dazu kommt noch der künstlerische Mensch, der immer auf der Suche nach der perfekten Balance zwischen sich und dem Instrument ist, so dass die beiden ‚Personen‘ so gut wie möglich harmonieren. Man wird nie fertig mit dieser Suche, sie ‚lebt‘ – und das ist auch das Schöne daran!“

Die Besucherinnen und Besucher können zu dem Konzert am 12. Juni ab Luzern mit dem Schiff über den Vierwaldstättersee anreisen und anschließend mit der Seilbahn hinauf zum Bürgenstock fahren. Sven Flory, Director of Sales & Marketing des Bürgenstock Resorts, sagt über die neue Kooperation: „Wir sind stolz darauf, das erste Mal Austragungsort des grossen Finales des Swiss Alps Classics zu sein und erwarten voll Spannung einen Abend mit Weltklasse-Künstlern. Das Bürgenstock Resort bietet einen idealen Rahmen für einen bewegenden und stimmungsvollen Abend. Die atemberaubende Aussicht hoch über dem Vierwaldstättersee, auf die Schweizer Alpen und in einer luftigen Architektur, all das trägt zu einem seltenen Erlebnis voller Emotionen bei.“

Einen Überblick über das offizielle Programm des Swiss Alps Classics 2022 finden Sie hier auf unserer Festival-Website.

Pressekontakt:

Inga Radel

Amadeus Events Promotion AG

Pressesprecherin

E-mail: presse@amadeus-world.com

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