Presse · Swiss Alps Classics

Fritz-Kreisler-Abend mit Benjamin Schmid, Andrea Linsbauer und Christoph Wagner-Trenkwitz verbindet Kunst, Bildung und beste Unterhaltung

Der hervorragend launige Wiener Moderator Christoph Wagner-Trenkwitz fasste den Fritz-Kreisler-Abend im The Chedi Andermatt treffend zusammen: „Ich kenne niemanden, der Kreisler-Schlager so spielt wie Benny Schmid, und das ist ein Glück für uns alle!“ Kreislers bezaubernde Charakterstücke für Violine können kitschig klingen, nicht aber beim eleganten Ausnahme-Geiger Benjamin Schmid. Er ist Wahl-Salzburger, dort lehrt er auch als Professor am Mozarteum, wurde aber in Wien geboren. Und somit waren Schmid, das „Volksoper-Urgestein“ Wagner-Trenkwitz und die Wiener Pianistin Andrea Linsbauer, die ihre Diplomarbeit an der Universität Wien über Fritz Kreisler geschrieben hat, genau die richtigen Protagonisten, um dem 1962 gestorbenen größten (Wiener) Geiger aller Zeiten mit einem revueartigen, kurzweiligen Programm zu huldigen. Schmid spielte im intimen Gotthard Saal des Chedi 13 Miniaturen Kreislers, die zwar einen Stammplatz im Repertoire aller Geigenstars einnehmen, zumeist aber „nur“ als Zugaben erklingen. Zu nennen sind etwa „Liebesfreud“, „Schön Rosmarin“, „Liebesleid“ oder „Danse espagnole“.

Benjamin Schmid konstatierte: „Es war eine harmonische Zusammenarbeit mit Andrea und Christoph, der phantastisch über das Leben von Fritz Kreisler erzählte. Das Publikum war hochkonzentriert mit dabei, und wir haben einen akustisch sehr schönen Raum gefunden für diese Art Musik. Es war ein ganz rundes Erlebnis für uns alle.“ Andrea Linsbauer berichtete: „Ich habe früher Geige gespielt, bevor ich das Klavier entdeckt habe. Ich war in der Library of Congress in Washington und habe Fritz Kreislers gesamten Nachlass aufgearbeitet. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen.“

Dieser Ausnahmekünstler gewann mit seiner liebenswürdigen, bescheidenen Art die Herzen unzähliger Menschen. Kreisler, der schon als Siebenjähriger in das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien aufgenommen wurde, sagte einmal über seine Fähigkeiten als Komponist: „My position as a composer is a humble one“ (Meine Position als Komponist ist eine bescheidene.). Kreisler war kein Geringerer als „der erste Weltgeiger der Schallplatte – der Caruso der Geige“, wusste Christoph Wagner-Trenkwitz zu berichten, der wie ein brillanter „Märchenonkel“ an einem Tischchen mit Leselämpchen und viel Schmäh durchs Programm führte.

Wagner-Trenkwitz ließ auch Kreislers Originalstimme erklingen, als er YouTube-Aufnahmen aus einem amerikanischen Interview mit Kreisler aus dem Jahr 1955 einspielte. Dieses Interview ist ein besonderes Zeitdokument des Austro-Amerikaners; Kreisler spricht ein unverwechselbares Englisch mit Wiener und New Yorker Dialekt. Der 1875 geborene Sohn des jüdischen Arztes Samuel Kreisler, der auch Sigmund Freud behandelte, war 1939 von Berlin in die USA emigriert. Davor hatte er bereits die französische Staatsbürgerschaft angenommen. Kreisler, der wie der Dirigent Bruno Walter ein „Leuchtturm der Humanität“ war, kehrte nie wieder in seine Heimstadt Wien zurück. Sein österreichischer Pass hing aber bei ihm zu Hause in New York an der Wand; er bedeutete ihm viel.

Kreisler begeisterte sich auch für andere Genres, etwa die Operette. Diese Offenheit hat er mit Benjamin Schmid gemein, der auch ein glänzender Jazzmusiker ist. Beim gestrigen Konzert erwies er sich mit kurzen verbalen Einwürfen auch als charmanter Gesprächspartner von Wagner-Trenkwitz. Besonderen Eindruck machte er mit einer „Liebeserklärung“ an seine Geige, eine Stradivari aus dem Jahr 1718, die vor mehr als 200 Jahren bereits von Giovanni Battista Viotti, einem der wichtigsten Wegbereiter des modernen Violinspiels, und ab 1913 von Arnold Rosé, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, gespielt wurde. Nun sei er „stolzer Reisebegleiter“ dieser Violine, die im Besitz der Oesterreichischen Nationalbank ist. Kurz gesagt: Ein Abend, der als exemplarisch für die Verbindung Kunst, Bildung und bester Unterhaltung in Erinnerung bleibt.

Ein Video über das zweite Konzert des 6. Swiss Alps Classics ist hier abrufbar auf unserem YouTube-Kanal.

The Chedi Andermatt ist „das Zuhause" des Swiss Alps Classics

Benjamin Schmid schwärmte vom The Chedi Andermatt: „Das Hotel ist umwerfend, es entzieht sich jeglichen Vergleichs. Ich bin hier zum zweiten Mal zu Gast. Es ist sogar noch schöner auf den zweiten Blick, weil man die Geheimnisse und die Besonderheiten des Hotels schon erwartet und dann noch einmal wiederentdeckt. Es ist eines der schönsten Häuser, das ich kenne." Jean-Yves Blatt, General Manager des Chedi, sagte über den Konzertabend: „Die Stimmung war fantastisch. Das The Chedi Andermatt steht für Innovation und dafür, einzigartige Erlebnisse zu schaffen. Umso schöner ist es, das Zuhause des ,Swiss Alps Classics' zu sein, einer Konzertreihe die ebenfalls diese Werte lebt und durch einzigartige Künstler magische Momente kreiert."

Andermatter Tourismusdirektor lobt die gelungene Partnerschaft mit dem Festival

Thomas Christen, der Andermatter Tourismusdirektor, weilte auch unter den Zuschauer*innen am Freitagabend. Christen lobte die gelungene Partnerschaft zwischen der Ferienregion Andermatt und dem Swiss Alps Classics: „Eine wunderbare Kombination von höchster Musikgüte und Andermatts Charme – wie könnte das nicht zu unserem Slogan ,Starke Momente – Best Moments' in Andermatt passen? Eine Freundschaft verbindet Andermatt mit der klassischen Musik und vielen anderen tollen Aktivitäten – Swiss Alps Classics macht den Blumenstrauss bunter!"

Eine Übersicht über das Programm des viertägigen Festivals finden Sie hier.

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