Presse · Andermatt Swiss Alps Classics

Marisol Montalvo begeistert zum Abschluss mit One-Woman-Show „Mad Scene"

Marisol Montalvo entflammte die Herzen der Gäste in der Konzerthalle Andermatt. In ihrer autobiographischen One-Woman-Show „Mad Scene“ sang und sprach die Sopranistin nicht nur über ihr Leben, es schien fast, als singe und schauspielerte sie um ihr Leben. Voll Emotionen und Intensität war dieser Konzertabend über die Höhen und Tiefen einer Karriere als Opernsängerin. Die New Yorkerin weinte, sie lachte; das Publikum weinte, es lachte – und am Ende spendete es minutenlang Standing Ovations. „Marisol ist ein Vulkan, aber ein Vulkan, der nicht versengt oder gar verbrennt, sondern der die Menschen erwärmt“, sagte der Künstlerische Leiter des Swiss Alps Classics, Clemens Hellsberg, der den Abend charmant und festlich anmoderiert hatte (wobei er auch Marcel Koller, den ehemaligen Schweizer Cheftrainer von Österreichs Fußball-Nationalmannschaft, der mit seiner Gattin Gisela dem Konzert ebenso beiwohnte wie Olympiasieger Bernhard Russi, zu einem Interview auf die Bühne bat). Die Veranstalter hätten sich keinen schöneren Abschluss ihres fünfjährigen Jubiläums wünschen können, als mit dieser mitreissenden, grossen Künstlerin, die nach 15 Monaten Corona-bedingter Bühnenabstinenz vor 270 Gästen ihr Comeback feierte. „Ich bin überwältigt“, sagte Montalvo. „Die letzten eineinhalb Jahre waren eine harte Zeit, besonders für freischaffende Künstler.“

Ein grosser Dank gilt dem Kanton Uri, der dem von The Chedi Residences präsentierten Konzert in der vergangenen Woche den Status eines Pilotprojekts verliehen hatte. Somit hätten bis zu 325 Gäste anstatt 100 in die Konzerthalle gedurft. Alle Besucher*innen und Mitarbeiter*innen mussten nachweisen, entweder vollgeimpft, genesen oder getestet zu sein. Vor Ort wurde eigens eine mobile Teststation aufgebaut. Alle 63 vorgenommenen Tests waren negativ. Das Schutzkonzept der Organisatoren ging voll auf. „Die Stimmung war grossartig. Wir bedanken uns beim Kanton Uri für das Vertrauen, dass wir diesen Sonderstatus erhalten haben“, sagte Festival-Gründer Peter-Michael Reichel.

Montalvo erzählte, überaus einfühlsam begleitet von Werner Lemberg am Klavier, in „Mad Scene“ ihre Lebensgeschichte: Wie sie als ältestes von acht Kindern einer aus Puerto Rico stammenden alleinerziehenden Mutter den scheinbar völlig unrealistischen Berufstraum Opernsängerin hegt; wie sie an Schönheitswettbewerben teilnimmt, um sich Gesangsstunden zu finanzieren, und dabei sogar „Miss New York“ und Vize-„Miss America“ wird; wie sie abhängig wird von Cortison, weil sie glaubt, ohne das Medikament nicht singen zu können; wie sie sich von ihrer sterbenden Mutter verabschieden muss, um in Paris ein Engagement als Zweitbesetzung anzunehmen (dabei weint sie und das Publikum mit ihr); wie sie ihre Stimme verliert und auf dem Operationstisch landet.

Ihr auf leidenschaftlicher Arbeit beruhendes Comeback an die Spitze der Opernwelt und auf die Titelseiten internationaler Fachmagazine ist eine Inspiration für jeden Menschen, der eine Krise meistern muss. Und ihre gesangliche Leistung in dieser ebenso berührenden wie humorvollen „Revue“, durch die sie auf Englisch, aber auch auf Deutsch führte („I speak hervorragend Denglisch.“), ist unvergleichlich. Die Wahl-Düsseldorferin besticht durch ihr breites Repertoire. Sie singt Schubert ebenso spielerisch leicht wie Gounod, Rodgers & Hammerstein, Lerner & Loewe, Bernstein und Sondheim oder als virtuose Höhepunkte die berühmte „Wahnsinns-Arie“ aus Donizettis Oper „Lucia di Lammermoor“ und die noch anspruchsvollere „Martern“-Arie der Konstanze aus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“.

Das Publikum bat sie nach Ende der mehr als 90-minütigen Darbietung mehrfach zurück auf die Bühne, der Jubel wollte nicht enden. Die sichtlich gerührte Marisol Montalvo ballte ihrerseits jubelnd die Fäuste. Sie bekam, wie es sich für eine Opernsängerin gehört, einen überdimensionierten weißen Blumenstrauss und eine Pralinen-Sonderedition des Swiss Alps Classics überreicht, die der offizielle Schokoladenpartner Sprüngli eigens kreiert hat. Montalvo schwärmte von der Location: „Die Konzerthalle Andermatt ist ganz wunderbar. Es herrschte eine tolle Atmosphäre. Mit dem Licht und der ganzen Technik wurde eine grossartige Leistung vollbracht. Es war ein Genuss, wow!“ Montalvo, die bereits 2019 beim Swiss Alps Classics aufgetreten war, versprach wiederzukommen. „Ich fühle mich hier wie zu Hause bei Freunden. Ich liebe dieses Festival. Danke, Danke, Danke, dass ich hier mein Comeback feiern durfte.“

Partnerschaften seit Festivalbeginn mit The Chedi, Chedi Residences und der UKB

Beim anschließenden Gala-Dinner im The Chedi, bei dem ebenfalls strenge Hygieneregeln galten, weilte auch der General Manager des weltweit bekannten Fünf-Sterne-Deluxe-Hotels, Jean-Yves Blatt, unter den Gästen. Blatt sagte über die Verbindung zum Swiss Alps Classics: „Es ist ein grossartiges Festival. Wir haben von Anfang an daran geglaubt. Das Swiss Alps Classics wurde hier in Andermatt im Chedi geboren, und deswegen sind wir nach wie vor Partner des Festivals.“ Adrian Murer, der CEO der Swiss Finance & Property Group, sagte: „Das Festival entwickelt sich – wie die ganze Destination Andermatt – weiter und wird immer noch besser. Wir freuen uns, dass wir unsere langjährige Partnerschaft mit dem Festival auch nach der Corona-Pause mit einem derart hochkarätigen und grossartigen Programm fortsetzen konnten.“ Die Swiss Finance & Property Group ist Eigentümerin des Fonds, der die Chedi Residences verkauft und verwaltet.

Eine weitere langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft pflegt das Swiss Alps Classics mit der Urner Kantonalbank (UKB). Deren CEO Christoph Bugnon betonte: „Wir freuen uns über die langfristige Partnerschaft und die gute Zusammenarbeit. Die Urner Kantonalbank unterstützt das Festival seit Beginn und freut sich, dass der Stellenwert des Festivals über die Jahre immer bedeutender geworden ist und eine wichtige Ausstrahlung für den Kanton Uri hat. Das Festival passt somit sehr gut zu unseren Werten, die unter anderem auf langfristige Partnerschaften ausgerichtet sind.“ Clemens Hellsberg hob hervor, wie wichtig die Sponsoren sind: „Es geht nicht nur um die ökonomische Unterstützung, sondern vor allem um die Freude am Festival und an der Musik, die unsere Partner mit uns teilen und damit auch auf die Mitwirkenden und das Publikum übertragen.“

Ein Video zu Marisol Montalvos Konzert finden Sie hier auf unserem YouTube-Kanal.

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